Guerilla-Marketing – Aufmerksamkeit durch Überraschungseffekte

 

 

Heutzutage blenden viele Menschen Werbung im Alltag einfach aus oder entziehen sich dieser durch Nutzung werbefreier Streamingdienste. Als Konsequenz dringen leider auch viele gute Kampagnen nicht mehr bis zu den potentiellen Kunden durch.

 

Beim Guerilla-Marketing wird Werbung auf Gegenständen und an Orten platziert, bei denen Konsumenten nicht unbedingt mit Werbung rechnen. Solche innovativen Werbeformen sollen die Zielpersonen emotional ansprechen, etwa weil sie lachen müssen, überrascht oder schockiert sind. Obwohl Guerilla-Marketing verschiedene Ziele verfolgen kann, geht es in der Regel darum, Produkte oder Marken bekannt zu machen oder deren Image zu stärken. Oftmals wird nur ein überschaubares Budget eingesetzt, mit dem dennoch eine große Wirkung erzielt wird.

 

Guerilla Marketing wird in unterschiedliche Bereiche unterteilt, deren Abgrenzung teilweise fließend ist:

 

Ambient Marketing bezeichnet überraschende Produktinszenierungen, die die Konsumenten in ihrem normalen Umfeld erreichen. Es geht hier um die außergewöhnliche Umsetzung von Außenwerbung im öffentlichen Raum.

 

Ambush Marketing wird auch als Trittbrettfahrer-Marketing bezeichnet. Dabei wird die Aufmerksamkeit für ein Thema oder ein Event genutzt, um die eigene Marke in Szene zu setzen. Diese Praktik ist jedoch umstritten, da eine Assoziation mit einem Event sozusagen erschlichen wird.

 

Beim Sensation Marketing werden ungewöhnliche Aktionen oder spektakuläre Installationen, oft durch Einsatz von Promotern, beispielsweise am Point-of-Sale durchgeführt.

 

Mit Viral Marketing wird versucht, möglichst schnell eine möglichst hohe Aufmerksamkeit in der jeweiligen Zielgruppe zu erreichen. Dies geschieht etwa, indem Konsumenten Sie persönlich über Mundpropaganda oder online über Social Media weiterempfehlen.

 

Mit dem Guerilla-Marketing kommt man auf verschiedenen Wegen, also quasi durch die „Hintertür“, an den Verteidigungsmechanismen der Konsumenten vorbei. Erfolgreich ist diese Strategie allerdings nur, wenn die generierte Aufmerksamkeit dann auch genutzt wird.